Clubmeisterschaften 2026
64 Golfende haben sich in diesem Jahr zu den Clubmeisterschaften am 29. und 30. August angemeldet und an zwei Tagen für einige Überraschungen gesorgt. 17 Damen und 47 Herren wollten ihr bestes Golf spielen und hoffentlich eine der Kategorien für sich entscheiden.
Tag 1: Alles kann, nichts muss
Samstag auf der Hohen Klint. Wie so oft ist kein wirklich gutes Wetter angesagt. Der Regen kommt dann aber glücklicherweise gar nicht, die Temperaturen steigen – beste Voraussetzungen für einen tollen ersten Tag.
Auch diesmal gab es heiße Diskussionen, familieninterne Wettspiele und viele Meinungen zu den möglichen Siegerinnen und Siegern:
Gerrit Mohr und Sabine Scheer sind als „All-Timer“ dabei – aber auch wieder fit genug?
Kann Nicola Derichs endlich ihre stabilen Leistungen bestätigen? Oder liegt die heimliche Favoritin vieler, Petra Hofer-Glück, dieses Mal vorne?
Wird Torsten Färber nach dem letztjährigen „Überraschungssieg“ im vorletzten Flight erneut den Titel holen oder überrascht bei den Herren jemand ganz anderes?
Durch den anhaltenden Regen am Freitag spielten nur wenige eine Einspielrunde bzw. gingen schnelle neun Loch, um die Platzkonditionen auszutesten. Gleiche Voraussetzungen für alle also an den Turniertagen, was den Platz betrifft.
Tag 1 prognostiziert nur eines: Alles kann, nichts muss. Langjährige Golferinnen und Golfer haben schlechte Tage und landen plötzlich viel weiter hinten im Live-Scoring als sonst. Einige „Neue“ sind dafür vorne dabei. Carina Homann hatte viel zu tun an der Scoringwand. ;-)
Hajo Brikey spielt mit 84 Bruttoschlägen eine super Runde und ist mit Torsten Färber (82), Sebastian Meyer (83), Ruben Metscher (85), Sven Kröger (88), Martin Schöne (88), Jan-Philipp Gebhardt (89) und Jens Seemann (89) in bester Gesellschaft der Unter-90er.
Es folgen viele Schlaggleiche, unter denen vor allem Jan Homann mit 91 Schlägen unerwartet auf dem Schirm vieler auftaucht. Aber auch Gerrit Mohr ist mit einer 91 noch heiß im Rennen. Im Sekretariat werden schon die Einzelbahnergebnisse nachgefragt, um die Neugier auf die genaue Startpositionierung für Sonntag zu stillen: Wer spielt mit wem von Tee 1 oder 10?
Auf der Damenseite ist es, wie eigentlich immer, etwas entspannter. Die Damen kommen rein, lesen ihre Scores vor und harren der Dinge, die da kommen mögen. Petra Hofer-Glück liegt mit 90 Schlägen vorne, gefolgt von Nicola Derichs mit 93, Sabine Scheer mit 96 und Ute Makurat mit 99 Schlägen. Es scheint ein Favoritinnenrennen zu werden.
Christa Lüken ruft sich mit einer 102 Brutto allerdings auch wieder ins Gedächtnis der Leute. Kerstin Janson und Clubpokalsiegerin Britta Schlüter halten mit 100 Schlägen Anschluss, ebenso Tanja Grefe-Totz (101). Auch wenn es nicht so knapp aussieht wie bei den Herren, kann es im Golf an Tag 2 immer zu unerwarteten Wendungen kommen.
Tag 2: Regen, Spannung und Entscheidungen
Der zweite Tag beginnt morgens gleich mit viel Regen, der sich über den gesamten Tag immer mal wieder blicken lässt. Die Teilnehmenden berichten nach dem Turnier schon belustigt von den An-, Aus- und Umziehpausen durch das wechselhafte Wetter. Der Spaß kam also nicht zu kurz.
Gestartet wurde von Tee 1 und 10 nach Vorrundenergebnis – oder liebevoll „Schrott first“ genannt – und die letzten Flights versprachen einiges an Spannung.
Auch wenn die Damen im letzten Flight in derselben Zusammensetzung wie am Vortag spielen, hat sich Britta Schlüter nach vorne in den vorletzten Flight gespielt. Das Feld von hinten aufräumen kennen wir aus 2025, als Torsten Färber im vorletzten Flight bereits den Sack zumachte und Clubmeister wurde.
Ute Makurat spielt solide und kann sowohl vorne als auch hinten je eine 48 verzeichnen (96). Kerstin Janson zieht auf der Back Nine noch einmal an, kann aber die Front Nine nicht mehr ausgleichen. Sie kommt mit einer 101 rein. Bei Britta Schlüter will es so gar nicht laufen. Eine 11 auf Bahn 16 macht dem Traum dann ein Ende und sie kehrt mit einer 113 ins Clubhaus zurück.
Im letzten Flight wird ebenfalls gekämpft. „Es war nicht schön. Aber hat Spaß gemacht“, sagt Hofer-Glück beim Abgeben der Scorekarte. Alle drei haben Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Es wird bei allen eine Bogeyrunde – oder mehr.
Petra Hofer-Glück „rettet“ allerdings mit einem Eagle (!) auf Bahn 6 noch eine glatte 100 und damit den Titel. Sie bleibt drei Schläge vor Sabine Scheer (96 + 97 = 193) und Nicola Derichs (93 + 100 = 193). Im Stechen landet Sabine Scheer auf Platz 2 und wird Vizeclubmeisterin.
Beide gewinnen damit genau diese Platzierungen auch in der AK50.
Ute Makurat freut sich über Platz 1 in der AK65, Bärbel Raseck wird Zweite.
Spannung bis zum letzten Putt bei den Herren
Bei den Herren hat sich Hajo Brikey in den letzten Flight gespielt und geht mit Torsten Färber und Sebastian Meyer auf die Runde. Im vorletzten Flight hat Ruben Metscher mit Martin Schöne und Sven Kröger gleich zwei neue Flightpartner bekommen. Lange stehen Jens Seemann und Jan Metscher mit je einer 178 ganz oben auf dem Leaderboard.
Alle Jahre wieder kommen die letzten drei Flights gar nicht erst ins Sekretariat zum Vorlesen, sondern bleiben am Grün 18 zum Zuschauen stehen. Bis auf die Spielenden weiß also noch niemand, wie es auf den Scorekarten aussieht. Als die Karawane dann gemeinsam ins Clubhaus einzieht und sich vor dem Leaderboard versammelt, werden die letzten Scorekarten eingegeben.
Sowohl Ruben Metscher als auch Sven Kröger spielen vor allem auf der Back Nine noch einmal richtiges Angriffsgolf und kommen mit 86 (Kröger) und 89 (Metscher) ins Clubhaus. Schöne kann sein Vortagsergebnis leider nicht bestätigen und ist mit einer 97 aus dem Rennen. Jetzt sind R. Metscher und S. Kröger mit je einer 174 geteilte Erste.
Am Ende hat es bei den Herren die Tiger-Woods-Faust verraten: Der Putt von Torsten Färber fällt, die Faust geht hoch und es ist klar – neuer alter Clubmeister!
Eine solide 85er-Runde bedeutet 167 Bruttoschläge insgesamt und Platz 1. Sebastian Meyer kann trotz eines kleinen Einbruchs mit einer 90 ein Gesamtergebnis von 173 spielen und wird Vizeclubmeister. Die AK30 kann er dann aber als neuer Clubmeister anführen, mit Ruben Metscher als Vize.
Torsten Färber landet auch in der AK50 auf Platz 1 und Sven Kröger freut sich über den Vizetitel. Und nicht nur das: Beim AMIGO-Turnier am 12.08.2026 ist er einstellig geworden und durfte sich über ein Bad in unserem Teich an der 10 freuen.
Marc Thiele wird Clubmeister der AK65+ und Andreas Ruffer wird Vize.
Netto-Gesamtwertung
Im Netto kommt niemand an Jan Homann heran, der mit „9 unter“ die Clubmeisterschaften Netto gesamt gewinnt (135). Bei den Damen ist es Sabine Schmidt (147).




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